Kontrolliert sprengen oder einfach anzünden??

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Re: Kontrolliert sprengen oder einfach anzünden??

Beitrag von WD40 »

Mir reicht es an diesem Punkt jedenfalls jetzt erstmal. Wer weiß was da noch alles kommt was ich übersehen würde. Die soll besser in Hände die auch wirklich wissen was sie tun. Ich will nächstes Jahr nicht schon wieder auf der Intensivstation zu mir kommen...
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Walta
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Re: Kontrolliert sprengen oder einfach anzünden??

Beitrag von Walta »

WD40 hat geschrieben: 1. Okt 2023 09:31 Auf der letzten Überführungsfahrt aus dem Elsass zurück (mein Platz dort hat leider gestreikt) hat es mir anscheinend die Kupplung zerlegt. Das Hinterrad hat blockiert und mich hätte es beinahe wieder geledert. Dieses mal war aber glücklicherweise die Strecke trocken. Dafür hat es mir das Ritzel ausgerissen. Jetzt weiß ich wenigstens warum sie sich so ruppig anfahren ließ denn ich sehe keine Anfahrgummis. Ein Distanzring sollte da vermutlich auch besser drinnen sein, oder?
Da hat sich nicht die Kupplung zerlegt, da haben sich die Ruckdämfer zerlegt, wenn überhaupt welche eingebaut waren. :think: Sieht auch so aus als wenn zwischen Schwinge u. Kettenradträger die Distanzhülse fehlt. Nur beim Rad Einbauen, MUSSS das einfach auffallen. Wie so viel Spiel zwischen Kettenradträger u. Felge entsteht ist mir auch ein Rätsel. Die Achse ist noch heile, nicht gerissen?
Wenn die Ruckdämpfer dermaßen ausgeschlagen sind das man deutlich das Rucken beim Anfahren merkt, dann sollte man das schon zuordnen können. Der Kettenradtr. fängt dann an zu Wabbeln, läuft nicht in der Flucht, u. wenn man dann mal richtig durchbeschleunigt, ja dann passiert so eine Scheiße. :crazy: Wer hat denn als letztes die Felge eingebaut?
Alleine schon der optische Zustand von der Schwinge, Kettenradtr. u. Felge.... :silent:

Alles wird gut! :thumbup: Schönen Sonntag noch.
Man(n) muss auch mal Mut haben zu versagen!

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WD40
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Re: Kontrolliert sprengen oder einfach anzünden??

Beitrag von WD40 »

Das war alles vor meiner Zeit. Ich bin, seit ich die habe nur mit Fehlersuche und Schadensbegrenzung beschäftigt. Und nein ich konnte das ganz ehrlich gesagt nicht zuordnen und habe die Kette nachgespannt. Es war dann, weshalb auch immer für eine Weile gut.
Mir fehlt viel Ahnung. Mit 18 habe ich mich beinahe mit einer Duc zerlegt und bin dann um zu überleben nur noch meine Rg 80 gefahren und nur selten mal max. 500. Letzten Herbst habe ich mir die GSX-R 750 geholt weil ich festgestellt habe das ich mir die Hörner wohl weit genug abgestoßen hab. War auch die Katze im Sack und hat mich letztendlich fast das Leben gekostet.
Und jetzt das...
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FK
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Re: Kontrolliert sprengen oder einfach anzünden??

Beitrag von FK »

Sie steht jetzt bei mir!

Das Schadensbild hat mich richtig erschrecken lassen und leider der allgemeine Zustand auch.
Zum Hinterrad kann ich nur sagen: Glück gehabt, dass er noch lebt.
Am Kettenradhalter ist der Lagersitz völlig zerbröselt. Distanzhülse und Reduzierhülse mit Teile des Lagers lagen quasi in der Felge.
Das Lager des Kettenradträgers ist quasi bis auf dem inneren Lagersitz (auf Reduzierhülse eingebrannt) weg! Die Felge wurde im Sitz der (fehlenden) Ruckdämpfer durch fast 1cm Abrieb beschädigt. Die Schwinge ist verzogen und am linken Steg ca. 0,75cm eingeschliffen.
Noch ein paar Kilometer weiter hätte es richtig Bums gemacht.
Aber Fakt ist: wenn man sich die Schwinge anschaut muss man zum Ergebnis kommen, dass mit dem Schaden noch ein paar Kilometer gefahren wurde bis dann entgültig der Kettenradträger am Lager Kontakt verlor, sich fast querr legte und so die Kette absprang.
Als Ursache würde ich die fehlenden Ruckdämpfer nicht heranziehen, aber ihren Anteil werde sie schon haben. Könnte mir vorstellen, dass ein Lagerschaden ursprünglich war.
Die Ursache des defekten Motors (Lagerschaden im Kupplungs- oder Getriebebereich) werde ich erst später erforschen können. Habe aber bereits eine Idee.
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Re: Kontrolliert sprengen oder einfach anzünden??

Beitrag von WD40 »

Bei der letzten Überführungsfahrt, im 6ten, bei ca. 90kmh, im Windschatten eines LKW 's, zurück aus dem Elsass hat es mir (mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit) die Kupplung zerlegt. Das daraufhin blockierende Hinterrad konnte ich jedenfalls nicht mehr durch auskuppeln entschärfen. Die dadurch einwirkenden Kräfte haben da hinten recht Eindrucksvoll ihren Job erledigt. Das Ganze hat sich binnen weniger Sekunden auf ziemlich kurzer Distanz abgespielt. Da es bei Nacht und Nebel, einer Kurve mit Leitplanke auf einer Seite und ich genauso schwarz wie die Maschine war, habe ich beschlossen sie erst am nächsten Morgen zu holen. Beim schieben ist dann erst auf den letzten 7km die Kette abgesprungen.
Ein Dekoexperiment von der Pausenaufsicht war bereits angebracht...
Zum Glück war die Strecke trocken und mich hat es nicht wieder geledert. Und zum Glück ist sie jetzt in guten Händen!!!
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Re: Kontrolliert sprengen oder einfach anzünden??

Beitrag von Hope »

Wenn ich so lange mit einer Karre fahren würde, bis dieser Schaden entsteht, würde ich, aus reinem Überlebenswillen, nicht mehr Motorradfahren, da fehlen alle Sinne und das Gefühl fürs Motorrad...
.
Gruß Horst

. . . das Leben ist schön.
................

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Re: Kontrolliert sprengen oder einfach anzünden??

Beitrag von Atschy »

Hope hat geschrieben: 25. Okt 2023 22:26 Wenn ich so lange mit einer Karre fahren würde, bis dieser Schaden entsteht, würde ich, aus reinem Überlebenswillen, nicht mehr Motorradfahren, da fehlen alle Sinne und das Gefühl fürs Motorrad...
Dem würd ich nichts mehr hinzu fügen, alles gesagt.
Gruß Atschy

Ich bin anders als vermutet, selten wie erwartet und erst recht nicht, wie andere es gern hätten

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Re: Kontrolliert sprengen oder einfach anzünden??

Beitrag von Michael90 »

Na, dieses Schadensbild entsteht wirklich nicht von heute auf morgen, da war wohl Jemand ohne Popometer unterwegs... :?

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Re: Kontrolliert sprengen oder einfach anzünden??

Beitrag von WD40 »

Was auch immer mit dem vorhergenannten Arschmeter genannt sein soll ist mir um diese Uhrzeit so Latte wie breit..
Ein vollkommen ehrlicher Tatsachenbericht ist aktuell ganz einfach nur das ich nicht so ganz genau weiß ob ich so genau weiß ob ich gerade soviel saufen kann wie ich kotzen könnte . . . !
Ich habe mich in das blöde Ding bei dem was es mir bisher gezeigt hat ganz einfach verliebt und da setzt die Vernunft halt auch mal aus.
FK macht mich wirklich so richtig fertig und ich bin im Wechselbad meiner Gefühle wenn er mir Schäden und Lösungsvorschläge gleichzeitig präsentiert.
Wer auch immer den ersten Stein schmeißen will: BITTESCHÖN NUR ZU!!
Ich weiß jedenfalls das ich definitiv sehr viel lieber lieber auf nem verfickt coolem Moped den Löffel abgebe als sonstwo.
Meine Kinder ( kleine und auch größere Mofa/Moped - Rocker) stehen da voll dahinter.
Was soll dem entgegenstehen? Irgendein Flatterbandfuzzie?? Dem winke ich mit Fliegen zwischen den Zähnen freundlich zurück undsoweitA
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Re: Kontrolliert sprengen oder einfach anzünden??

Beitrag von Svenna »

Puuuh. ...

Jetzt siehst Du, wodurch sich dieses Forum auszeichnet.

Keiner zerfetzt Dich ob der Steilvorlagen.

Klar wurdest Du angezählt.
Und dies zurecht.

Der Ansatz einer jeden Tour sollte es sein, dass man am Ende wieder im Ganzen zu Hause ankommt.

Auch das Grinsen darf ein wenig länger anhalten, nachdem man die Fuhre wieder abgestellt hat.

Hier braucht der ein oder andere mehr Input; mehr oder weniger Reiz.

Grenzbereiche werden uns schnell aufgezeigt. An diesen reiben wir uns auf; messen wir unser Können.

Auch das Ego wird gefüttert.
Mehr oder weniger. ... 😏

Aber wer will denn gleich sterben? ...
Lebensfreude sollst Du haben!

Vielleicht gut so, dass sich die Dicke erstmal unter Dir aufgelöst hat.

Nichts passiert einfach nur so.
Sehr oft ist man im Rückblick schlauer.

Jetzt muss sich erstmal zeigen, ob ihr wieder zusammenfindet.

Beste Voraussetzungen hast Du ja schon geschaffen.
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Walta
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Re: Kontrolliert sprengen oder einfach anzünden??

Beitrag von Walta »

@Svenna, wahre Worte, gut geschrieben. :thumbup:
Man(n) muss auch mal Mut haben zu versagen!

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Re: Kontrolliert sprengen oder einfach anzünden??

Beitrag von WD40 »

Moin, und danke für die Rücksichtnahme. Ja die letzten Tage waren nicht ganz einfach für mich. Das ganze Ausmaß an Pfusch zu erfahren und Bilder von einem zerbröselten Trümmerhaufen zu sehen hat mir mehrmals den Magen rumgedreht. Es war der absolute Höhepunkt des ganzen Frustes den ich mit ihr hatte. Ich wusste gar nicht das ich so Gefühlsduselig werden kann!
Und selbstverständlich geht es mir um die Lebensfreude und ich will keineswegs sterben gehen. Dennoch ist es mir durchaus bewusst das dies auch mit einer nagelneuen Maschine einem Sonntagsfahrer quasi jederzeit passieren kann. Toi Toi Toi!!
Bestimmt ist es letztendlich gut so wie es gelaufen ist. Ich habe mir einige Gedanken darüber gemacht was ich hier auf Erden noch zu erledigen habe. Umsonst hatte ich ganz bestimmt nicht so ein riesiges Glück! Ich darf gar nicht daran denken das ich sie ein paar Mal voll ausgefahren habe.. Obwohl ich am liebsten alleine fahre hatte ich zweimal mir sehr nahestehende Personen (natürlich mit andetem Fahrstil) dabei.
Es war die richtige Entscheidung sie nach Frankreich, außer Reichweite, zu stellen als ich realisiert habe das da etwas wirklich im Argen lag.
Seitdem ich gestern die Bilder von der Hochzeit mit dem neuen Motor gesehen habe geht es mir deutlich besser.
Es ist ein astreiner, wirtschaftlicher Totalschaden. Und es ist garantiert vollkommen unvernünftig im Wiederaufbau so viel Geld zu versenken. Ich habe meinen Traum vom selbstausgebauten Sprinter platzen lassen und werde jetzt wohl noch eine Weile auf absoluter Sparflamme leben um sie nicht zu verlieren. Aber spätestens wenn FK mit ihr fertig ist weiß ich was ich habe und dann kann ich ihr endlich richtig vertrauen. Und auch wenn mein Sprinter so schnell erstmal nichts wird, werde ich spätestens im Frühjahr wissen das es die richtige Entscheidung war.
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