"Du mit deinem Navi...!"

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Moderator: Steve

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Dietrich
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"Du mit deinem Navi...!"

Beitrag von Dietrich » 20. Okt 2013 10:03

Vorbei sind die Zeiten, wo eine entnervte Beifahrerin wohnzimmerteppichgroße Straßenkarten mit verzweifelten Einnordungsversuchen im Kreise drehte, die Karten quittierten dies meist mit irreparablen Zerfledderungserscheinungen, bestenfalls landete eine durch Fahrtwind hochgewehte Ecke im Sichtfeld des Steuermannes, was im Wiederholungsfalle zu nachhaltigen Verwerfungen in der Bordharmonie führte.
„Du mit deinem Navi…!“ musste ich mir jetzt öfters anhören, wenn die teilweise nicht vorhandene Geduld der Mitfahrer mir die notwendige Programmierungszeit nicht zugestehen wollte. Unerfahren mit dem neuen Gerät, braucht man naturgemäß etwas länger, dessen Eigenheiten zu begreifen und auch mit seinen Unzulänglichkeiten umzugehen. Jede kleinste Zögerlichkeit z.B. beim Abbiegen wird dann von den ansonsten blindlings dem Leithammel folgenden Mitfahren mit einem „schmeiß weg, das Scheißding“ oder ähnlichen Schmähungen quittiert.
In Regionen mit gutem Kartenmaterial lassen sich die zu Hause mit dem Tyre-Programm (das ja auf Google-maps zurückgreift) erstellten Routen relativ gut umsetzen. Je unvollständiger die naviinterne Karte jedoch ist, desto größer werden die Irritationen. Bei der Verwendung von Google maps werden auch temporäre Baustellen berücksichtigt. Drauf verlassen sollte man sich jedoch nicht unbedingt. Gerade beim Navigieren über Nebenstrecken kommt es durchaus vor, das man in eine oder mehrere Baustellensperrungen hineinläuft, deren Umleitung die so schön geplante Route ganz schön zunichte machen kann. Man steht dann öfters vor der Entscheidung entweder der Umleitung zu folgen, oder auf eine kleinräumige lokale Umleitungsroute hoffend, doch auf die Baustelle zuzufahren.
Auch die sicher gut gemeinten Auswahlmöglichkeiten zur Routengestaltung (die Rede ist hier vom Tom Tom Rider V4) sind nicht immer hilfreich. Beispiel: Fahre ich in Griechenland durch das Pindos-Gebirge ist es völlig sinnlos, die Option „kurvenreiche Strecke“ auszuwählen, da es dort ohnehin nur Kurven gibt, vielmehr veranlasse ich anscheinend dann den Rechner (denn mehr ist das Navi ja nicht) eine ungewollt lange Strecke anzubieten. Verfüge ich also über eine Routenplanung mit Wegpunkten, ist es meiner Erfahrung nach besser, die Option „schnellste Route“ und ggf. mit „Autobahnen vermeiden“ anzuwählen, um die größtmöglichste Deckungsgleichheit mit der zu Hause erstellten Route zu erzielen.
Jetzt kommt der Haken mit den Wegpunkten: Man sollte diese nach Möglichkeit so platzieren, daß sie angefahren bzw. „überfahren“ werden. Ist das nicht der Fall, z.B. auch durch Neueröffnung einer Teilstrecke oder Baustelle mit Umleitung, fängt das Navi unmittelbar mit der Aufforderung zur Umkehr an zu nerven und schnell ist das Kuddelmuddel perfekt. Dann hilft nur anhalten und die nicht mehr benötigten Wegpunkte aus der Route tilgen. Jedenfalls ich habe bis jetzt noch keine bessere Möglichkeit entdeckt, ihr? Reste von geographischem Bewusstsein halte ich dem zufolge für unabdingbar, schließlich kann es auch bei Passstraßen mit engen Haarnadelkurven und schlechtem Satellitenempfang durchaus vorkommen, daß man zum umdrehen aufgefordert wird, weil das Navi einem mal kurz auf die Gegenrichtung gesetzt hat.
Und dann der Oberkracher in Albanien: Fröhlich wird mir verkündet, daß ich nun in einem Gebiet „mit unsicherem Kartenmaterial“ bin was im Klartext heißt, daß außer einer Hauptroute von Tirana nix da ist. Beharre ich nun auf einem Zielort, werde ich großräumig durch Resteuropa dorthin geleitet. Also die vorsichtshalber neu erworbene Karte passend in die Klarsichthülle des Tankrucksackes gefaltet und brav wie früher navigiert, dank Gleitsichtbrille lassen sich die Ortsnamen auch noch halbwegs entziffern.
Als Zwischenfazit halte ich fest: In Regionen mit hoher Erfassungsdichte und besonders in Städten ist das Navi absolut hilfreich, ansonsten, na ja, wer’s braucht.

Neugierig auf Eure Erfahrungen

grüßt Dietrich

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Daniel
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Re: "Du mit deinem Navi...!"

Beitrag von Daniel » 20. Okt 2013 12:54

Als erste würde ich , um die am PC geplante Tour auch so zu fahren wie man sie geplant hat , das Programm nutzen das zum Gerät passt. Das wäre bei TomTom Tyre und bei Garmin BaseCamp. Da man, z.Bsp. bei BaseCamp , die gleiche Einstellung im Programm treffen kann wie auch am Gerät.
Desweiteren habe ich meinem Gerät , Garmin Zumo 350 , verboten die Tour automatisch umzurechnen.
Dies gibt mir die Möglichkeit einer Umleitung zu folgen und wieder auf meine geplante Tour zu kommen ohne das das Zumo meine Tour so umrechnet das ich dann doch nicht die Punkte anfahre die ich mühsam am PC gesetzt hab.
Das man manchmal gesagt bekommt " wenn möglich bitte wenden " muss man mal so hinnehmen.
Da man seine Tour ja kennen sollte , fährt man einfach weiter und das Navi macht das auch.
Ich möchte das nicht mehr missen. In deutschen Gefilden fahre ich auch gänzlich ohne zusätzliche Karte.
Fällt das Navi aus , fahre ich nach Himmelsrichtung oder zur Not auf die nächste AB.
Dort sollte man sich zumindest ein wenig zurecht finden
Wir leben alle unter dem gleichen Himmel,aber nicht jeder hat den selben Horizont

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Georg
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Re: "Du mit deinem Navi...!"

Beitrag von Georg » 20. Okt 2013 17:01

Mit dem Navi sollte man erst einmal in bekannten Gefilden üben, bevor man sich in Unbekannte begibt.
Auch sollte die Bedienungsanleitung, zusätzlich auch noch diverse Foren, zu Hilfe genommen werden. ;)
Nach einiger Zeit klappt es dann auch damit.
Möchte das Teil nicht mehr missen, da es auch in Notsituationen sehr hilfreich seien kann. :thumbup:

Gruß
Georg
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Re: "Du mit deinem Navi...!"

Beitrag von Hope » 20. Okt 2013 19:53

Seit der Raider Urban 2 Firmware ist das quittieren von nicht angefahrenen Wegpunkten ganz einfach möglich, wenn man sich die Funktion in die Favoriten legt und so auf dem Bildschirm in Form einer Hand sofort zur Stelle hat.
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Gruß Horst

. . . das Leben ist schön.
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